Psychotherapeutisch-psychoanalytische Praxis Dr. Kurt Husemann | Bergmannstr. 45 - 47, 10961 Berlin-Kreuzberg

Psychoanalyse

 

Was ist Psychoanalyse?

Die Psychoanalyse ist die wissenschaftliche Methode der Seelenkunde, die das Unbewusste als einen wichtigen Motor des Seelenlebens systematisch erforscht hat. Die Grundgedanken der Psychoanalyse gehen auf die Arbeiten Sigmund Freuds zurück, die im Laufe der letzten 100 Jahre weltweit von zahlreichen Ärzten und Psychologen überarbeitet und ergänzt wurden.

Die Psychoanalyse stellt ein höchst aktuelles Modell dar für das Funktionieren des menschlichen Gefühlslebens und die Entstehung von Störungen des seelischen Haushalts. Dieses Modell bietet die Grundlage für unterschiedliche psychoanalytisch fundierte Therapieformen, die als Einzel- oder Gruppentherapie, für Erwachsene, Jugendliche und Kinder durchgeführt werden.
Darüber hinaus bietet die Psychoanalyse ein Modell der Kulturtheorie, das längst in unser westliches Denken integriert ist und zudem von anderen Wissenschaften wie der Soziologie, der Medien- und Neurowissenschaft genutzt wird, aber auch in der Kunst, der Literatur und im Alltagsleben seine Bedeutung hat.

In den letzten Jahrzehnten haben sich Psychoanalytiker – neben der Behandlung von Neurosekranken - intensiv auch der Behandlung psychisch Schwerkranker gewidmet und auch in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen intensiv geforscht. Das hat zu wichtigen neuen wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen über die Bedeutung von Bindung und Beziehungen des Menschen zu wesentlichen Personen seiner Biographie geführt. Es ist auch klar geworden, dass nicht nur unverarbeitete traumatische Erfahrungen aus der frühen Kindheit Ursache von schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen werden können. Auch im späteren Leben können Traumatisierung durch Krieg, Verfolgung, Verbrechen oder massive persönliche Kränkungen zur Ursache psychischer und körperlicher Störungen werden, die mittels einer Psychoanalyse aufgearbeitet werden können.

Die Forschungsergebnisse der Psychoanalyse und wichtige ihrer Grundthesen konnten in den letzten Jahren auch durch die modernen Neurowissenschaften nachvollzogen werden und von einem rein naturwissenschaftlichen Konzept her verstanden und noch erweitert werden.

Die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit aus der Sicht der psychoanalytischen Theorie

Die Psychoanalyse geht davon aus, dass es in der seelischen Struktur des Menschen Bereiche gibt, die nicht dem bewussten Denken zugänglich sind. Sie versteht das Unbewusste als einen Bereich, der zwar dem direkten Zugriff durch das bewusste Denken verschlossen ist, sich aber dennoch in alle wesentlichen Gefühle und Handlungen einbringt und somit Beziehungen und Begegnungen, Handlungen und Wünsche des Menschen intensiv beeinflusst. Bewusst sind dabei nur die Spuren des Unbewussten: im Symbolischen, in Träumen, in immer wiederkehrenden Mustern des Erlebens und Verhaltens und in kulturellen Traditionen.

Gemäß der psychoanalytischen Theorie wird die Persönlichkeit des Menschen durch bestimmte seelische Instanzen geformt: das „Es“ gilt als Bereich der triebhaften, biologisch festgelegten emotionalen Bedürfnisse, die unbedingt nach Befriedigung drängen. Das „Ich“ hat eine Mittler- und Filterfunktion und sorgt dafür, dass einerseits die Es-Impulse zu einer gewissen Befriedigung kommen, alles aber im Rahmen der realistischen Möglichkeiten des Alltags bleibt und den Ansprüchen von „Über-Ich“ und „Ideal-Ich“ Genüge getan wird, in denen gesellschaftliche und familiäre Regeln, Moral, Werte, Normen und Idealvorstellungen über sich selbst vertreten sind. Dieser Vermittlungsprozess des „Ich“ kann je nach Persönlichkeit zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen und entsprechenden Verhaltens- und Erlebensweisen führen: mehr „Es“-haft oder mehr „Über-Ich“-betont.

Die Persönlichkeit formt sich im Laufe von Kindheit und Jugend auf der Grundlage der biologischen Anlagen jedes Einzelnen und unter dem Einfluss von Familie und Gesellschaft. Dabei durchläuft jeder Mensch bestimmte lebensgeschichtlich vorgegebene Entwicklungsphasen. In diesen Phasen sind jeweils unterschiedliche Grundbedürfnisse besonders ausgeprägt, und es reifen bestimmte phasentypische Fähigkeiten auf körperlicher und seelischer Ebene, z.B. Gestillt-Werden, Allein-Essen lernen, Laufen lernen, Reinlichkeitserziehung, Sprechen, kindliche Erotik. In jeder Lebensphase kann es zu Entwicklungsproblemen kommen, die sich dann erst im späteren Leben in Form bestimmter seelischer Konflikte quasi als Langzeitfolgen zeigen.

In der Theorie der Psychoanalyse wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch im Grunde ständig Entscheidungskonflikten ausgesetzt ist. Diese Konflikte können gut ausgehen, oder sie können unter innerem oder äußerem Druck zu nicht optimalen Lösungen führen, die eher zwangsweise zustande kommen. Aus den Einschränkungen, die daraus folgen, können auf lange Sicht Symptome erwachsen, die als Zeichen dafür gelten, dass der Mensch dem Thema des inneren Konflikts (Komplex) verhaftet geblieben ist. Damit der Komplex den Seelenhaushalt nicht andauernd stört, werden die ungelösten Konflikte abgewehrt und ins Unbewusste verschoben. Hierzu nutzt die Seele eine ganze Reihe von Abwehrmechanismen, von denen Verdrängung, Verleugnung, Projektion, Identifikation, Spaltung, Wendung gegen das Selbst und psychosomatische Reaktion zu den bekanntesten gehören. Aus dem Unbewussten jedoch drängen die Probleme nach wie vor nach Lösungen: Wiederholungsmuster, spezifische Persönlichkeitszüge, Symptome und seelische Krankheit können entstehen.

Krankheitssymptome

Immer dann, wenn eines oder mehrere der folgenden Probleme/Symptome verstärkt oder über längere Zeit auftreten, sollte psychotherapeutische Hilfe aufgesucht werden:

  • Ängste, Niedergeschlagenheit, Unruhe, Lebensunlust, innerer Rückzug
  • sich wiederholende Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten
  • Spannungszustände, z. B. Spannungskopfschmerzen, Schlafstörungen, Nägelkauen, Tics
  • Zwänge, d.h. immer wiederkehrende Gedanken oder Handlungen, die als störend oder unsinnig erlebt werden
  • selbstverletzendes Verhalten, Gedanken an Selbsttötung
  • auffallend aggressives Verhalten
  • Lern- und Arbeitsstörungen
  • sexuelle Funktionsstörungen / Probleme
  • Suchtverhalten, z.B. Alkohol, Drogen, Spielsucht
  • Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Fettsucht
  • körperliche Erkrankungen wie Asthma, Migräne oder Neurodermitis, an denen häufig auch seelische Faktoren als Auslöser mit beteiligt sind
  • schwere und chronische körperliche Erkrankungen, wie Krebs oder HIV-Infektion, deren Krankheitsverarbeitung sich durch psychoanalytische Therapie oftmals positiv beeinflussen lässt.

Die Krankheiten, die zu den beschriebenen Symptomen führen können und die sich erfolgreich mit Analytischer Psychotherapie behandeln lassen, sind vor allem Depression, Angststörungen, Zwangskrankheiten, Persönlichkeitsstörungen und psychosomatische Erkrankungen.

Anwendungen der Psychoanalyse

Wenn die abgewehrten unbewußten Konflikte zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der psychischen und/oder körperlichen Gesundheit und zu schwerwiegenden Problemen in Beziehungen und Beruf führen, dann ist analytische Psychotherapie eine geeignete und erfolgversprechende Behandlungsform. Da solch schwere Beeinträchtigungen in unserem Gesundheitssystem als Krankheit anerkannt werden, wird die Behandlung von den Krankenkassen bezahlt (s. Rahmenbedingungen).

Die Psychoanalyse ist aber nicht nur ein Therapieverfahren, sondern eignet sich auch, um unbewusste Prozesse in sozialen Gruppen, Institutionen, in Gesellschaft, Kultur und Kunst zu verstehen. Daraus leiten sich weitere Anwendungen ab, z.B. als Supervision und Organisationsberatung, sowie in der Literatur- und Kunstwissenschaft, der Ethnologie, Soziologie und Kulturtheorie.

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